Für viele Familien in ihren unterschiedlichen Konstellationen ist aber ein gemeinsamer Urlaub mittlerweile ein kaum erreichbares Gut geworden. Die steigenden Preise und die ungleichen Einkommensverhältnisse führen dazu, dass viele sich nur noch einen kurzen Familienurlaub leisten können oder ganz darauf verzichten müssen. Damit droht nicht nur ein Verlust an Lebensqualität, Gesundheit und sozialer Teilhabe, sondern es gefährdet die Erholung als gesellschaftliche Ressource. Daneben hat sich die Zielgruppe „Familie“ grundlegend verändert: Neben der klassischen Lebensgemeinschaft der leiblichen Eltern mit ihren Kindern bilden Alleinerziehende, Patchwork- und Trennungsfamilien inzwischen einen erheblichen Teil der Haushalte mit Familien. Destinationen und Veranstalter stehen vor der Herausforderung, ein ausdifferenziertes Angebot an Möglichkeiten bieten zu müssen. Welche aktuellen Erkenntnisse aus der Reiseforschung gibt es zu diesen Veränderungen? Wie reagieren Reiseveranstalter, Destinationen und Hotels auf die veränderte Nachfragelage? Wie wichtig sind Familien für die regionale Tourismusökonomie? Wie werden Urlaubsräume für Familien gestaltet? Welche Strukturen tragen zukünftig den Familienurlaub? Welche gesellschaftlichen Perspektiven hat die Familienerholung in einer zunehmend „ermüdeten“ Gesellschaft?
Referierende u.a.:
- Dr. Laura Castiglioni, Deutsches Jugendinstitut München
- Christina Borchert, Bundesarbeitsgemeinschaft Familienerholung
- Prof. Dr. Martin Lohmann, Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR)
- Gesa Polster, TourismusMarketing Niedersachsen GmbH
- Petra Sobeck, Tourismus Marketing Gesellschaft Sachsen mbH
Veranstalter
- Thomas-Morus-Akademie Bensberg
- Katholische Arbeitsgemeinschaft Freizeit und Tourismus (KAFT)
- Akademie des Versicherers im Raum der Kirchen