Die Klimakrise eskaliert nahezu ungebremst, Ökosysteme, Frieden und Demokratie sind akut bedroht, Kollapsszenarien werden immer wahrscheinlicher. Was wenn nicht alles gut geht? Kirchen, Diakonie und Caritas haben das Potenzial, einen entscheidenden Beitrag zur gesellschaftlichen Krisenresilienz zu leisten.
Wie kann sich Kirche angesichts von Kollapsszenarien gut aufstellen – organisatorisch, geistlich, seelsorglich und theologisch? Welche Strategien und Praktiken tragen zu einem möglichst guten Leben in und trotz der Klimakatastrophe bei? Wo entstehen bereits hilfreiche Formen des Miteinander-Über-Lebens?
Materialien:
Im Folgenden finden sich erste Impulse, Thesen und offene Fragen:
Kollapsbewusste Kirche und Diakonie
Neun Thesen von Dr. Martin Horstmann
Climate Endgame? – Zugänge zur Auseinandersetzung mit dem Klimakollaps
Artikel bei feinschwarz.net von Dr. Matthias Stracke-Bartholmai
Fragen auf dem Weg zu einer sprachfähigen Theologie in Biosphären-Kollapsen
Theologische Fragen von Walter Lechner
OK Doomer? Warum der Kollaps nicht das Ende der Welt bedeuten muss
Blogbeitrag im midi-Magazin von Gabriela Hund und Walter Lechner
Seelsorgerliche Angebote zum Schmerz um die Welt. Erfahrungen von Spirit & Soul
Buchbeitrag von Lioba Diez
Theologie im Klimakollaps – Welche Fragen müssen wir stellen?
Vortrag von Dr. theol. Philipp Ackermann, freier Theologe, Münster
auf dem Fachtag Über Leben in Kollapsen (05.02.2026).
Anmerkungen aus zivilgesellschaftlicher Perspektive
Thesen von Stefan Rostock, Bereichsleiter Bildung für nachhaltige Entwicklung, Germanwatch e.V
auf dem Fachtag Über Leben in Kollapsen (05.02.2026).
Mitglieder der AG Kirche und Theologie im Klimakollaps:
- Lioba Diez, Pfarrerin, Spirit & Soul
- Matilda Franz, Referentin Theologie, Ökumenisches Netzwerk Eine Erde
- Tobias Horrer, Konvent an der Reformationskirche / Refo Moabit, Berlin
- Dr. Martin Horstmann, Studienleiter, Melanchthon-Akademie Köln
- Gabriela Hund, Netzwerk Tiefe Anpassung
- Benjamin Isaak-Krauß, Pastor, Mennonitengemeinde Frankfurt
- Walter Lechner, Referent für Sozialraumorientierung in Diakonie und Kirche, Evangelische Arbeitsstelle midi
- Dorle Mühlhoff, Netzwerk Tiefe Anpassung
- Dr. Matthias Stracke-Bartholmai, Bildungsreferent, Akademie des VRK
Kommende Veranstaltungen

Zwischen Klimaanpassung und Klimakollaps:
Kirchen, Diakonie und Caritas als Akteurinnen kollektiver Krisenresilienz
06.–07. November 2026, Berlin
In einer Zeit, in der die Klimakrise ungebremst eskaliert, braucht es den aktiven Beitrag von Kirchen, Caritas und Diakonie zu gesellschaftlicher Krisenresilienz.
Dieses Barcamp bietet eine Plattform für den Austausch über innovative Vorsorgestrategien von „Katastrophenleuchttürmen“ bis zu „solidarischem Preppen“, die seelsorgliche Begleitung in der Klimakatastrophe und theologische Perspektiven auf Kollapsszenarien.
Mehr Informationen und Anmeldung finden Sie hier.

Hitzeaktionstag
11. Juni 2026 – Bundesweit
Hitze ist das größte klimawandelbedingte Gesundheitsrisiko in Deutschland, mit Tausenden hitzebedingten Todesfällen jährlich. Hitzewellen erhöhen das Risiko für schwere Gesundheitsfolgen, insbesondere bei älteren, vorerkrankten, schwangeren, im Freien arbeitenden und sozial isolierten Menschen. Um dem entgegenzuwirken, findet am 11.06. der bundesweite Hitzeaktionstag statt, an dem sich bereits über 100 Organisationen beteiligen. Ziel ist es, Hitzevorsorge sichtbarer und wirksamer zu machen. Wir laden Sie herzlich ein, Partner*innen des Bündnisses zu werden und/oder eigene Aktionen zu Ihren Aktivitäten auf der Website hitzeaktionstag.de zu veröffentlichen. Das Team des Hitzeaktionstags steht Ihnen bei Fragen oder Ideen zur Verfügung (kontakt@hitzeaktionstag.de).